Kath. Kindergarten "Kleine Strolche" Winkels


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Krippenkonzept

Päd. Konzept

Krippenkonzeption

Ich mag dich so wie du bist.
Ich
vertraue auf deine Fähigkeiten.
Wenn du mich
brauchst bin ich da.
Versuch es zunächst einmal selbst.
Kokigei / Teigler 2007

Die Kinderkrippe wird an den Kindergarten "Kleine Strolche" angegliedert. Es gelten grundsätzlich das Leitbild der Einrichtung, die übergeordneten Qualitätsziele, die Rahmenöffnungszeiten und die Elternbeiträge.
Kinder unter drei Jahren haben ganz spezielle Bedürfnisse und stellen andere Anforderungen an das pädagogische Personal. Im Folgenden werden wir dies konkretisieren.


Grundlagen und Basiskompetenzen

1. Bild vom Kind
Kinder haben von Geburt an Kompetenzen und Fähigkeiten. Sie treten von Anfang an mit ihrem Umfeld in Kontakt. Säuglinge zeigen durch ihr Verhalten ganz genau ihre Befindlichkeiten. Der Austausch mit ihrer Umwelt kann nur gelingen, wenn die physischen und psychischen Grundbedürfnisse des Kindes befriedigt werden.

2. Grundbedürfnisse des Kindes
Kleinkinder sind darauf angewiesen, dass ihre physischen und psychischen Grundbedürfnisse durch ihr soziales Umfeld befriedigt werden, nur dann kann eine positive Entwicklung gelingen.
Es reicht nicht aus die physischen Bedürfnisse (Hunger, Durst, körperliche Hygiene, Schutz vor Kälte oder Hitze) zu befriedigen. Vielmehr ist es von großer Wichtigkeit die psychischen Bedürfnisse durch die sozialen Kontakte zu stillen. Wir unterscheiden drei psychische Grundbedürfnisse:

  • Soziale Eingebundenheit, steht für enge Kontakte zu den Bezugspersonen, zu Beginn sind dies die Eltern. Sie bauen durch positive Reaktionen eine sichere Bindung zum Kind auf.
  • Autonomieerleben, steht für das Grundbedürfnis nach selbstbestimmter Interaktion und Steuerung des Handelns. Kinder nehmen mit zunehmendem Alter Kontakt zu ihrer Umwelt auf und entwickeln Vorlieben.
  • Kompetenzerleben steht für den Wunsch Dinge aus eigener Kraft zu tun. Kinder besitzen eine große Eigenmotivation, die durch positive Erlebnisse gestärkt wird.

Werden diese Bedürfnisse ausreichend befriedigt, kann sich das Kind aktiv mit seiner Umwelt auseinandersetzten. Dies ist die Basis aller Bildungsprozesse. Die frühkindliche Bildung erfolgt durch eine sichere emotionale Bindung zu ihren Bezugspersonen. Jede Erfahrung, die ein Kind von Beginn an macht, fördert die Entwicklung von neuralen Vernetzungen im Gehirn, die Konstruktion von Denkstrukturen. Kleinkinder entwickeln ihren Intellekt übers Handeln.
Nur ein sicher gebundenes Kind kann mutig und positiv an seine Aufgaben herangehen.

Beziehung = Bildung


3. Leitziel - Basiskompetenzen stärken
Die Basiskompetenzen stehen im Vordergrund, sie sollen gestärkt werden um die Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu ermöglichen, die sich in den verschiedensten Lebenssituationen zu recht findet.
Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan stellt vier Kompetenzbereiche heraus:

  • Personale Kompetenz

Selbstwahrnehmung: positives Selbstbild, Selbstwertgefühl entwickeln; Die Kinder lernen
ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken.
Motivationale Kompetenz: Autonomie erleben, als Person die mitentscheidet;
Die Kinder lernen Aufgaben oder Probleme selbständig zu bewältigen. Neugier und
Interesse sind Motivation für neue Lernerfahrungen, sie bewerten sich selbst - das habe ich gut gemacht!
Kognitive Kompetenz: Differenzierte Wahrnehmung mit allen Sinnen; Dies ist die Grundvoraussetzung für kognitives Lernen. Im Alltag erkennen die Kinder unterschiedliche Farben und Formen, probieren unterschiedliche Materialien aus.
Kinder "Begreifen" ihre Umwelt.
Physische Kompetenz: Motorische Entwicklung; Wohlbefinden; Stressbewältigung;
Die Räume und der Garten sind so gestaltet, dass Kinder ihre motorischen Fähigkeiten stetig weiter entwickeln können. Sie lernen auf ihr Wohlbefinden zu achten, sie haben Rückzugsmöglichkeiten um zu entspannen.

  • Kompetenzen zum Handeln im sozialen Kontext

Soziale Kompetenz:
Die Kinder lernen im täglichen Umgang mit anderen Kindern und Erwachsenen, dass ihr Verhalten andere in ihrem Handeln beeinflussen kann. Kinder machen die Lernerfahrung, dass sie Verantwortung für ihr Handeln haben. Sie erfahren, dass ein respektvoller Umgang miteinander wichtig ist.
Entwicklung von Werte- und Orientierungskompetenz:
Jeder Mensch ist anders und wir respektieren uns, so wie wir sind. Durch unsere Vorbildfunktion, vermitteln wir den Kindern Werte, wie z. B. Nächstenliebe, Toleranz und Akzeptanz
Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme:
Die Kinder werden mit einfachen Regeln vertraut gemacht und gestalten diese Regeln mit. Sie erfahren, dass ihr Verhalten Konsequenzen mit sich bringt.
Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe:
In gemeinsamen Gesprächen werden die Kinder in die täglichen Abläufe miteingebunden. Sie lernen Stück für Stück Position zu beziehen, Kompromisse einzugehen oder den Standpunkt anderer zu akzeptieren.

  • Lernmethodische Kompetenzen

Die Kinder lernen wie man lernt. Sie beschäftigen sich beispielsweise mit einem Spielmaterial. Sie schauen es an, sie fassen es an und sie testen unterschiedliche Spielmöglichkeiten. Sie lernen durch das Ursache - Wirkung - Prinzip. Die unermüdliche Neugier und der Forscherdrang bringen die Kinder auf immer neue Ideen und so entwickeln sich ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten stetig weiter.

  • Kompetenter Umgang mit Veränderungen und Belastungen (Resilienz)

Diese Fähigkeit wird bereits im Säuglingsalter geprägt. Eine stabile und sichere Bindung zu den Bezugspersonen befähigt Kinder mit Veränderungen und Belastungen umzugehen. Verlässliche Beziehungen stärken das Kind, deshalb ist die Eingewöhnungsphase besonders wichtig. Die Kinder müssen erst eine Beziehung zum pädagogischen Personal mit Hilfe der Eltern aufbauen, dann können sie sich lösen und die neuen Herausforderungen annehmen.

Grundlage für das Krippenkonzept ist die Handreichung zum Bay. Bildungs-und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zu Einschulung " Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in den ersten drei Lebensjahren"


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