Kath. Kindergarten "Kleine Strolche" Winkels


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Themenspezifische Lernbereiche

Kinderkrippe

Themspezifische Lernbereiche
Wir fördern die Basiskompetenzen in folgenden themenspezifischen Lernbereichen, wobei niemals nur ein Bereich gefördert wird, da alle Lernbereiche eng miteinander verknüpft sind und somit ineinander greifen. Wir sprechen von ganzheitlichem Lernen. Die Kinder gestalten durch ihre Interessen ihre Entwicklung maßgeblich mit

Sozial - Emotionale Entwicklung
Im täglichen Alltagsgeschehen mit anderen Kindern und Erwachsenen entwickeln sich die Kinder stetig weiter. Sie lernen Emotionen anderer Kinder oder Erwachsener an der Mimik und Gestik zu deuten, z. B. versuchen sie ein weinendes Kind mit dem eigenen Kuscheltier zu trösten oder sie beobachten Spielverhalten älterer Kinder und ahmen dies nach. Dadurch wird die Selbständigkeit gefördert. Dies können ganz alltägliche Dinge sein, wie z. B. Schuhe anziehen, Hände waschen oder Essen. Nach und nach lernen sie soziale Strukturen im Umgang miteinander kennen und üben diese ein.
Der Tagesablauf bietet Möglichkeiten zur Erprobung von:
- Rücksichtnahme (üben)
- Einschätzen was ist Gut - Schlecht
- Eigene Ideen verwirklichen - Durchsetzungsvermögen
- Eigenmotivation entwickeln - Ich will …
- Spielpartner selbst wählen
- Gelerntes vertiefen und wiederholen
- Konfliktfähigkeit erlernen
Das pädagogische Personal ist in dieser Zeit Beobachter, Vermittler bei Streitigkeiten, Tröster bei Misserfolg, Spiel- und Ansprechpartner für die Kinder.

Sprachentwicklung
Die Kinder werden von Beginn an in ihrer individuellen Sprachkompetenz gestärkt und unterstützt, da jedes Kind Sprache in seinem eigenen Tempo erwirbt. Das Sprachverständnis steht vor dem eigenständigen Sprechen. Die Kinder verstehen den Sinn der häufig von uns verwendeten Worte. Dies geschieht mit allen Sinnen. Kinder nehmen den Klang der Stimme (freundlich, beruhigend), die Mimik (liebevoll, ärgerlich) oder den Körperkontakt wahr und reagieren dementsprechend darauf. Das Kind zeigt beispielsweise auf Körperteile oder Gegenstände. Diese werden nun vom pädagogischen Personal benannt. Kleine Aufgaben werden gestellt, z. B. wo ist der Ball?
Nach und nach wird der Grundwortschatz aufgebaut, das Kind zeigt Interesse am Nachsprechen. Aus Einwortsätzen werden bald Zwei- und Dreiwortsätze. Diese Entwicklung wird im Alltag stetig gefördert, durch Gespräche, Lieder, Spiele oder Bilderbücher. Dadurch werden Sprachanreize geschaffen.

Grob- und Feinmotorische Entwicklung

Die Grobmotorische Entwicklung bei Kindern beginnt mit der Geburt. Kinder entwickeln vom 4. - 12. Lebensmonat vielfältige körperliche und motorische Fähigkeiten. Hierzu gehören das Sitzen und Aufsetzen, Drehen um die Körperachse, Krabbeln, Stehen, Aufstellen und verfolgen von bewegten Objekten mit den Augen. Gegen Ende des ersten Lebensjahrs machen Kinder die ersten Gehversuche. Die Raumgestaltung ist für diese Entwicklung von großer Bedeutung. Kinder sollen die Möglichkeit haben ihre Fähigkeiten zu erproben. Das pädagogische Personal muss genau beobachten, ob die Kinder bereits selbst "gefährliche" Situationen einschätzen und nur das tun, was sie sich zutrauen und bewältigen können, oder ob dieses Bewusstsein erst wachsen muss. Auch in diesem Bereich ist eine sichere Bindung der Kinder an seine Bezugspersonen nötig, um das Kind in seiner Explorationsfreude zu stärken. Durch die gemeinsame Bewegung werden auch die sozialen und emotionalen Kompetenzen gestärkt. Ebenso ist die Sprachentwicklung eng mit Bewegung verknüpft. In der anfangs nonverbalen Kommunikation sind Gesten der Ausdruck für die Gefühle des Kinder, z.B. bei Freude klatscht es in die Hände oder bei Traurigkeit lässt es den Kopf hängen. Bewegung ist also auch eine Form des sprachlichen Ausdrucks.

Die Feinmotorische Entwicklung schreitet im ersten Lebensjahr rasant voran, im Alter von 4 Monaten ist das Kind in der Lage mit beiden Händen zielgerichtet einen Gegenstand zu ergreifen. Je älter das Kind wird, umso mehr baut sich diese Fähigkeit aus, es kann dann beispielsweise zwei Dinge gleichzeitig ergreifen. Die Feinmotorische Entwicklung wird durch viele Alltagssituationen geschult. Hierzu gehören, z. B. An- und Ausziehen von Kleidungsstücken, Flasche/Tasse alleine halten und daraus trinken, alleine Essen, Bausteine aufeinander stellen, Autos be- und entladen, einen Stift festhalten, die ersten Kritzelversuche und schließlich der Umgang mit einer Schere. Die Händigkeit entwickelt sich ebenfalls, langsam ist zu beobachten mit welcher Hand das Kind bevorzugt zugreift.
Die Beobachtungen aus Alltagssituationen und Spiele mit Alltagsmaterial sind Grundlage für weitere Beschäftigungsangebote (Mal- und Bastelangebote, Musik, Bewegungsbaustellen, Spielen im Freien), die Kinder in ihrer Entwicklung fördern.

Kognitive Entwicklung
In den ersten drei Lebensjahren lernen die Kinder sehr viel und schnell. Durch ihre große Neugier sind sie aktiver Forscher und Entdecker. Sie möchten immer mehr wissen, erkennen Zusammenhänge und ziehen Rückschlüsse.
Zu den kognitiven Fähigkeiten gehören mehrere Teilbereiche:

  • Differenzierte Wahrnehmung, z.B. Gegenstände und Personen erkennen, Farben und Formen erkennen und sortieren
  • Problemlösekompetenz, z B. eine Schachtel öffnen um an den Inhalt zu kommen
  • Gedächtnis und Aufmerksamkeit, z.B. findet einen bestimmten Gegenstand aus Anderen heraus
  • Denkfähigkeit, z.B. Begriffe bilden, Zusammenhänge erfassen, aus Fehlern lernen
  • Kreativität, z.B. ein schönes Bild mit unterschiedlichen Farben malen, aber auch Problemlösefähigkeit - neue Wege ausprobieren.

Kinder erwerben diese Kompetenzen durch sinnliche Wahrnehmung und eigenes Tun. Durch Ausprobieren, Beobachten und Nachahmen erschließen sie sich immer mehr Fähigkeiten. Im Gehirn werden neuronale Verknüpfungen erstellt, Denkstrukturen werden gebildet. Kinder haben Spaß Neues kennen zu lernen. So machen sie viele positive Lernerfahrungen, die Grundlage für den Prozess des lebenslangen Lernens sind.
Je nach Interessen der Kinder werden Spielmaterialien oder Alltagsgegenstände zum Erproben der Fähigkeiten zur Verfügung gestellt.

Körperbezogene Kompetenzen, Sauberkeit / Hygiene
Die Kinder sollen möglichst bald einen verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen Körper und der Gesundheit erfahren. Hier ist die Rolle des pädagogischen Personals als Vorbild wichtig. Bei gemeinsamen Mahlzeiten erleben die Kinder z. B. die Erzieherin isst ein Stück Obst, ihre Neugier ist groß und der Wunsch geweckt, ebenfalls einen Apfel zu probieren. Die Kinder können alleine oder mit Unterstützung selbst ihre Portion auf den Teller schöpfen, so ist die Motivation das Essen zu probieren größer. Wir achten auf eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und die Einhaltung der Hygieneregeln, z.B. Hände waschen vor dem Essen oder nach dem Toilettengang.
Auch Ruhe und Entspannung ist für die Kinder sehr wichtig. Nur ein ausgeruhtes Kind ist in der Lage positiv gestimmt an Aufgaben heranzugehen. Deshalb ist es wichtig, dass im Alltag immer wieder Phasen der Ruhe und Entspannung eingeplant werden. Eine Bilderbuchbetrachtung oder eine Traumgeschichte mit leiser Entspannungsmusik in heimeliger Atmosphäre bringt den Kindern Erholung im Alltag, sie tanken neue Energie auf. Die Mittagsruhe hat für die Krippenkinder einen großen Erholungswert, das Gehirn kommt zur Ruhe und Erlebnisse können verarbeitet werden.
Der Sauberkeitserziehung wird im Alter zwischen 0 - 3 Jahren ein hoher Stellenwert beigemessen. Hier geht es nicht in erster Linie darum, die Kinder von der Windel zu entwöhnen. Der Prozess der Pflege, Wickeln oder auch die ersten Versuche auf die Toilette zu gehen, bedeuten für die Kinder auch eine individuelle persönliche Zuwendung. Deshalb ist es wichtig, eine vertrauensvolle Beziehung zum Kind aufzubauen und diese Situationen durch entsprechende Mimik oder begleitende Sätze so zu gestalten, dass Kinder wissen, was nun kommt. Auch hier können schon die Allerkleinsten mithelfen, z. B. auf Bitten der Erzieherin holen sie eine Windel aus ihrer Schublade oder sie heben den Po, damit die Strumpfhose ausgezogen werden kann. Die endgültige Kontrolle über Blase und Darm ist ein Reifungsprozess (zwischen dem 2. und 3. Lebensjahr), der bei jedem Kind individuell abläuft. Es können keine allgemeingültigen Aussagen getroffen werden.
Kinder entwickeln ihre Kompetenzen durch die täglich erlebten Situationen von "versorgt werden" hin zum "sich selbst versorgen" und "sich selbst versorgen wollen".
Beispiel: Zu Beginn wäscht die pädagogische Kraft dem Kind Mund und Hände, dann leitet sie das Kind an und ermuntert es mit seinen eigenen Händen die Bewegungen auszuprobieren, bis es schließlich selbständig an das Waschbecken geht und sich alleine wäscht.
In diesem Bereich ist eine enge Kooperation mit den Eltern nötig, um Rituale und Strukturen aufzubauen, damit die Kinder optimal unterstützen werden.

Religiöser Bereich
Der Umgang des pädagogischen Personals mit den Kindern und Eltern ist durch eine christliche Haltung geprägt. Die Kinder sollen sich Geborgen und Angenommen fühlen. Wir achten einander und pflegen einen liebevollen Umgang miteinander. Eine vertrauensvolle Basis, das Erleben von Gemeinschaft, sich auf andere verlassen können, getröstet werden und verantwortlich sein für andere, ist der lebenspraktische Ansatz Glaube zu vermitteln.
Die Kinder erleben täglich wiederkehrende Rituale, wie z. B. ein Tischgebet oder religiöse Lieder. Die Feste im Jahreskreis werden mit den Kindern erarbeitet und in vielfältiger Weise gestaltet.

Grundlage für das Krippenkonzept ist die Handreichung zum Bay. Bildungs-und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zu Einschulung " Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in den ersten drei Lebensjahren"


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